Dry Needling
Eine ergänzende Methode zur Behandlung von myofaszialen Beschwerden
Was ist Dry Needling?
Dry Needling ist eine invasive Technik, bei der eine sterile Einweg-Akupunkturnadel zur Behandlung von myofaszialen Triggerpunkten und der Faszien eingesetzt wird. Dabei wird dies Nadel in einen vorher diagnostizierten Bereich (Muskel) gestochen und entsprechend der gewählten Technik bewegt bzw. gehalten. Außer der Nadel gibt es keine weiteren Gemeinsamkeiten zur klassischen Akkupunktur.
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Bei dieser Form des Dry Needlings wird die Nadel direkt in einen vorher diagnostizierten Triggerpunkt (Muskelhartstrang) gestochen, wodurch eine lokale Muskelzuckung hervorgerufen werden kann. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die lokale Zuckungsreaktion zu einer verbesserten intramuskulären Mobilität führen kann, indem die durch Faszien bedingte Adhäsionen gelöst werden. Zusätzlich fördert es die Sauerstoffversorgung der angespannten Muskulatur und Faszien, reduziert Entzündungen, verbessert die Durchblutung und kann dadurch nachhaltig die lokale Spannung im Gewebe reduzieren.
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Bei dieser Form wird die Nadel oberflächlich, schräg zur Hautoberflächlich, ca. 3-4 mm tief, über einen Triggerpunkt oder einer schmerzhaften Stelle gestochen. Dadurch werden hemmende Nervenfasern (Interneurone) aktiviert, die schmerzlindernden Wirkung haben.
Das Dry Needling ist eine ergänzende Therapieform, die im Rahmen der osteopathischen Behandlung genutzt werden kann. Wenn mögliche Indikationen bestehen und vorher besprochene Kontraindikationen ausgeschlossen wurden, kann diese Anwendung finden. Wenn Sie spezifisch diese Art der Behandlung wünschen, dass können Sie mich dazu gern ansprechen.
Schmerzen und Dysfunktionen am Bewegungsapparat unterschiedlicher Herkunft
myofasziale Triggerpunkte, die lokale oder ausstrahlende Schmerzen auslösen
Inserationstendinopathien
Narbenschmerzen
Weichteilschmerzen
Verspannungen
Mögliche Indikationen
Die Behandlung
Vorbereitung
Zuerst wird der zu behandelnde Muskel identifiziert, durch manuelle Palpation (Ertasten) des Therapeuten. Danach erfolgt eine entsprechende Lagerung des Patienten, so dass dieser bequem und gleichzeitig still auf der Behandlungsliege ruhen kann. Entsprechend der Größe und Dicke des Muskels wird eine dazu passende sterile Einwegakkupunkturnadel ausgewählt.
Behandlung
Der ausgewählte Bereich (Muskulatur) wird desinfiziert und nach vorgegebener Wartezeit wird die Nadel, entsprechend der vorher festgelegten Technik in den Muskel gestochen. Nach dem Einstich wird der Hartspannstrang im Muskel gesucht. Als Reaktion kann es zu einer lokalen Zuckungsreaktion kommen, welche in dem Fall gewünscht ist. Die Nadel wird so lang in diesem Bereich gehalten oder bewegt bis diese Zuckungsantwort verschwindet oder nachlässt. In der gesamten Behandlung steht der Therapeut:in mit dem Patienten in Kontakt.
Nachbehandlung
Eine kurze manuelle Nachbehandlung der umgebenden Strukturen, kann helfen den Nachbehandlungsschmerz zu minimieren.